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Blog / 2010
Montag, 20. Dezember 2010   Dominik Mauchle

Der Winter hat uns fest im Griff. Es geht aber doch voran. Starts, Schlepp und Landungen klappen schon weitestgehend selbständig. Also wirds Zeit für die "lustigen" Sachen - 8er Schleppen, Seilrissübungen, Vrillen ausleiten... Damit aber unsere gutmütige ASK21 überhaupt in die Vrille geht muss der Schwerpunkt mit Blei nach hinten versetzt werden.


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Montag, 29. November 2010   Dominik Mauchle

Es ist doch immer wieder geil, was für Falsch-Antworten sich diese Komiker auf die Prüfungsfragen einfallen lassen...

Heutiger Lacher des Tages:

Oberfläche der Motorflugpiste des Flugplatzes Birrfeld?
A - Gras
B - unbefestigte Piste
C - Hartbelag
D - Gitterrost

Sonntag, 14. November 2010   Dominik Mauchle

Lentis-Wolken - grosser Feind der Gleitschirmpiloten - sind ab sofort ein Grund zur Freude. Heute gabs den ersten Vorgeschmack im Föhn. Okay, es gibt noch sehr viel zu lernen und zu üben bis man die Freude wirklich selbständig ausleben kann. Teile des Starts, Landung oder Schlepps selber zu versuchen, wie die letzen Tage, undenkbar. Das Schleppflugzeug tanzt, die Maschine wird herum geworfen und lose Gegenstände im Cockpit fliegen zwischenzeitlich auch mal an die Decke. Zwischendurch gibts aber auch wieder  recht ruhige Bereiche. Es ist eindrücklich, die Naturgewalten zu erleben. Aber auch noch etwas gewöhnungsbedürftig... ;)

Sonntag, 7. November 2010   Dominik Mauchle

Ziemlich genau 10 Jahre und 2000 Flüge am Gleitschirm - wie ich fand genau der richtige Zeitpunkt, um seinen Horizont mal etwas zu erweitern. So gings dieses Wochenende mit der Segelflug-Schulung in Bad Ragaz los. Eigentlich starteten wir schon letzte Woche. Wegen starkem Föhn aber nur theoretisch und nicht in der Luft.

Erste Überraschung und leicht ungläubige Gesichter bei den Schülern: für die ersten Flüge wurde das Instrumentenbrett abgedeckt. Nachdem ich in letzter Zeit schon etwas mit dem Theoriematerial beschäftigt war, bekam ich schon den Eindruck, dass das Segelfliegen doch sehr "nach Schema" und anders als beim Gleitschirm weniger nach Gefühl abläuft. Das abgeckte Instrumentenbrett soll aber genau das von Anfang an fördern. Ausserdem geht z.B. der Geschwindigkeitsmesser immer etwas hinterher. Das würde es am Anfang schwieriger machen, die korrekte Geschwindigkeit einzustellen und zu halten. Und es ist übrigens ein überraschend angenehmes Fluggefühl. Ich habe zwar nur den Flug mit Arno (wo ich mich auch ein bisschen am Steuer versuchen konnte) von letztem Frühling als Referenz. Aber es ist mir doch aufgefallen, dass man ansonsten recht (zu) häufig auf die Instrumente anstatt aufs Fliegen konzentriert ist.

In den ersten Flügen werden vor allem Kurven, Koordination der Ruder und das Einnehmen und Halten von Geschwindigkeiten geübt. Nach und nach übernimmt der Schüler immer mehr Funktionen, Höhen-, Quer- und Seitenruder, sowie Bremsklappen bei der Landung. Der Fluglehrer übernimmt den Rest und greift wenn nötig korrigierend ein. So war man sich am Anfang oft nicht sicher, ob man nun selber fliegt oder der Flugleher. Aber man kann ziemlich schnell alles machen, vom Start über den Schlepp bis zur Landung. Und im Zweifelsfalle gilt einfach "Mach einfach mal, ich korrigiere dann schon".


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Samstag, 9. Oktober 2010   Dominik Mauchle

via FS Swissraft Blog

Wie Walo in den News schon angekündigt hat, hier die Eklärung zum Wetter der letzten Tage… Es sind einige Fragezeichen in den Gesichtern der Piloten aufgetaucht in den letzten Tagen. Ich selbst habs erst auch nicht gecheckt was da los war - ziemlich viel Süd-Überdruck (Föhn) angesagt und gleichzeitig kein Wind, resp. sogar Nordwind prognostiziert, im Wetterbericht ist ab und zu von Bise die Rede - eigentlich unmöglich?

Das Stichwort lautet Seichter Föhn: Die Föhnlage spielt sich nur in den unteren Luftschichten ab. Das heisst, es gibt zwar Südüberdruck am Boden (es wird ja der Bodendruck zur Messung genommen), in der Höhe herrschen aber andere Druckverhältnisse, daher auch kein Südwind in den Windkarten (typischerweise wird hier ja die 3000m-Windkarte herangezogen). Dementsprechend sind bei seichtem Föhn auch keine Lentis zu sehen. Es kann jedoch passieren, dass der Föhn trotzdem über die tiefen Alpenkämme und vor allem Pässe drüber schwappt und durch die Täler fegt. Insbesondere natürlich in den typischen Föhngebieten wie dem Reuss- oder Rheintal. Dementsprechend kann auch seichter Föhn für’s fliegen gefährlich sein. Die letzten Tage hat der Föhn sich aber anständig zurück gehalten und kam nicht über die Pässe rüber - also schönstes Flugwetter. Anders übrigens letzten Sonntag. Die Wetterlage war ähnlich, aber mit deutlich mehr Südüberdruck. Ich war aufm Säntis - kaum Wind. Auf dem nach-Hause-Weg hats mich dann im Rheintal fast von der Autobahn gepustet. Eine detaillierte Beschreibung zum seichten Föhn gibts hier auf der Seite von Stefan Hörmann.

Hier noch ein paar interessante Beobachtungen aus den Wetterberichten der letzten Tage, welche die aktuelle Föhnlage verdeutlichen:

Bodenwind - zeigt das überschwappen des Südwindes über die typischen "Föhn-Übergänge". Auf der Karte vom Freitag morgen war der Föhn v.a. in den typischen Föhntälern noch viel deutlicher markiert (hab aber vergessen, die Karte zu speichern). Ansonsten war das Überschwappen aber nur sehr undeutlich zu erkennen. Wie gesagt, der Föhn ist diese Tage ja auch nicht rüber gekommen. Zumindest bei uns nicht - hat jemand anderswo was anderes geshen?

Höhenwind - aus Nord

Druckdifferenz - zeigt um die 4hPa Südföhn. Mitte Woche hat die Prognose fürs Wochenende sogar noch doppelt so viel Druckdifferenz angezeigt. Die Windkarten sahen aber gleich aus. Druck wurde jetzt also in der Zwischenzeit nach unten korrigiert.

Isobarenkarte - das typische "Föhnknie" über den Alpen. Spricht also auch eindeutig für Föhn.

Emagramm - in der untersten Luftschicht ist die Temperatur im Süden (Milano, schwarze Linie) deutlich kälter als im Norden (Payerne, rote Linie). Wenn also der Föhn über die Alpenkämme/Pässen drüber schwappen würde, dann würde er erst recht in die Täler durchbrechen. Also gar nicht mehr lustig wenn man zu dem Zeitpunkt in der Luft ist!!

Zu guter letzt noch die eindrücklichen Ist-Werte von heute (Samstag) morgen:
Zürich - Locarno Monti 4hPa Südüberdruck. In der Höhe überall Nordwind: Gütsch N 12-23, Vorab N 19-28, Weissfluhjoch NW 21-30, Piz Martegnas NW 16-20 (alles im km/h). In den Tälern des Nordbünden schwachwindig bzw. Bergwind.
Und jetzt Achtung: Hinterrhein S 27-40 - Ich muss allerdings dazu sagen, dass ich die lokalen Effekte nicht kenne (ausser dass es da meist sehr viel Wind anzeigt) und nicht weiss, ob das wirklich vom Föhn ist. Stinkt aber schon nach Föhn. Zudem ist mir das auch gerade erst jetzt aufgefallen und ich hätte jetzt gerne noch weitere Windmesser in eher südlichen Tälern gecheckt. Hab aber die anderen Daten von heute morgen nicht mehr.

Also achtet in Zukunft auf solche Föhnlagen und bedenkt, dass der Föhn (anders als die letzten Tage) auch mal rüberschwappen und durchbrechen kann, auch wenn es in der Höhe schwachwindig angesagt ist.

Donnerstag, 8. Juli 2010   Dominik Mauchle

Der alljährlich von unserem Club organisierte Ausflug führte uns dieses Jahr nach Fiesch. Und wir haben an dem Weekend sensationelles Wetter erwischt. Wie der Bericht von Gieri zeigt...

via Vol Liber Grischun, Bericht von Gieri

Der diesjährige Clubausflug führte uns ins Streckenflug-Eldorado nach Fiesch. Das Wetter spielte mit und so waren die Flüge natürlich etwas mehr vom sportlichen Ehrgeiz geprägt als auch schon.

Nach wochenlangem unbeständigem Aprilwetter im Juni endlich der langersehnte Sonnenschein.

So wie die Wetterlage aussieht, erwartet uns ein vielversprechender Clubausflug ins Streckenflug-Eldorado Fiesch.

Nachdem uns Martin Scheel am Donnerstagabend einen sehr interessanten Vortrag über das Streckenfliegen, die Gegebenheiten in Fiesch und dazu noch einige Tipps gegeben hat, geht es am Freitagmorgen früh los. Das Wetter passt und die Laune der Teilnehmer ist - wie könnte es auch anders sein - heiter und beschwingt. Unterwegs wird das von Martin Scheel Gehörte am Gelände analysiert, die rettenden Rinnen ausgemacht und die Route verinnerlicht. Der Plan wäre, am Sonntag nach Hause zu fliegen. Wird es wohl klappen?

In Fiesch empfängt uns Markus (Alf), der am Vorabend angereist ist. Da wir nicht viel Zeit verlieren möchten, fahren wir gleich mit der Seilbahn zum Startplatz Kühboden hoch. Bei Kaffee und Gipfeli wird der weitere Plan des Tages besprochen und danach geht es endlich an den Startplatz. Der Wind passt perfekt und die Aussicht ist gigantisch. Alle mit Rang und Namen sind hier versammelt: Studer, Koster, Haari, Monse und viele mehr. Viele der top Cracks drehen schon in der Morgenthermik. Die Vorfreude auf den Ausblick über den Aletschgletscher wird immer grösser. Ans „Absaufen" muss bei diesen Bedingungen niemand mehr denken. Perfekt! Was will man noch mehr? Die vol liber-Clubflieger dürfen sich freuen!

Alle sind kurz darauf in der Luft. Der Pulk am Startplatz ist gewöhnungsbedürftig. Konzentration ist angesagt. Doch diese wird schnell belohnt und der Ausblick auf den Aletschgletscher entschädigt alles. Dem Streckenfliegen steht nun nichts mehr im Wege. Los geht's: Bellwald, Siedelhorn, Bellwald, Kühboden, Visp usw. Immer wieder begegnet man einem vertrauten Schirm und über Funk erhält man Situations- und Lagemeldungen. Es wird geflogen was das Zeug hält!

Am Abend im Hotel Kristall treffen noch die übrigen Clubteilnehmer ein. Beim wohlverdienten Bier wird vom Tag berichtet. Die Flüge werden ausgewertet und der Tagessieger steht fest. 100 km werden geflogen! Was für ein Tag! Was wird uns der morgige Tag wohl bringen?

Samstagmorgen: Wetter perfekt! Martin Scheel meldet uns von Chur aus die aktuellen Wetterdaten: leichter Nordwestwind, hohe Basis im Verlauf des Tages, Grimsel eher früher aktiv als am Vortag. Also nichts wie ab in die Luft! Heute sind etliche Piloten mehr vor Ort als gestern. Ich denke, die haben unsere Flüge im OLC studiert und eifern uns nach :-)

Der Plan sieht ähnlich aus wie gestern, doch der Ehrgeiz, die Hundertermarke zu knacken ist bei einigen Mitgliedern grösser geworden. Egal! Hauptsache Fliegen! Heute herrscht reger Flugbetrieb. Überall, aus allen möglichen Rinnen und Löchern tauchen Deltas und Gleitschirme auf. Ein weiterer herrlicher Tag mit super Flugbedingungen geht zu Ende. Die Hundertermarke wird heute von vielen geknackt und die Erlebnisse sind für alle einmalig. Ob kurz oder lang – alle sind glücklich am Boden.

Im Fieschertal geniessen wir den Clubabend mit Grilliertem sowie Bier, Wein und u.v.m. Die Stimmung könnte nicht besser sein - auch wenn unser „Grilleur" die Hygienemassnahmen nicht so ernst nimmt. Sandra Monse, Nadia Christen und Alex Graf haben sich auch zu uns gesellt. Was für eine Ehre für den Club! Übrigens nehmen wir jederzeit neue Mitglieder auf ;-)

Wird der Wind morgen passen, um Richtung Chur zu fliegen? Martin Scheel meldet uns zuverlässig die Wetterdaten von Fiesch. Die Bedingungen sind leider nicht optimal für einen Rückflug. Nichtsdestotrotz sind einige Mitglieder (inkl. Presi) motiviert es zu versuchen.

Sonntagmorgen: Das Wetter hält - die Frisur auch. Alle sind nervös am Start. Man verabschiedet sich schon untereinander. Wer wird es über die Pässe schaffen? Sie erfahren es sofort!

Das Käse und Schinken lose Cordon bleu schmeckt in Ulrichen nicht so gut wie erwartet.. Es ist zwei Uhr mittags. Alle am Tisch. Der Grimselwind bläst - die Frisur hält nicht mehr ;-)

So geht unser Clubausflug zu Ende. Fiesch zeigte sich uns von der besten Seite und jeder kann mit vielen Eindrücken, neuen Erfahrungen und evtl. auch mit neu gewonnenen Freundschaften nach Hause fahren.

Mir hat's gefallen und mit euch allen gerne wieder ;-)

Gruss euer Presi
Gieri

Weitere Fotos (vol liber grischun)

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